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Gefälschte Rechnungen erkennen.

vor 2 Tagen
2 Min. Lesezeit

Eine Rechnung per Mail. Aber stimmt sie auch?


Der Lieferant ist bekannt, das Logo passt und die Nachricht klingt ganz normal. Nur die Bankverbindung ist angeblich neu. Genau an solchen Stellen lohnt sich eine kurze Pause.


Gute Sprache ist kein Echtheitsbeweis.


Betrügerische Mails müssen keine Rechtschreibfehler enthalten. Sie können sich auf echte Geschäftsbeziehungen beziehen und in einem bestehenden Nachrichtenverlauf auftauchen. Auch ein bekanntes Absenderkonto kann übernommen worden sein.


Prüfe deshalb vor allem den Anlass: Erwartest du diese Rechnung? Passt sie zum Auftrag? Ist eine neue Zahlungsanweisung nachvollziehbar? Ein vertrauter Anzeigename allein reicht nicht.


Bei geänderten Kontodaten: unabhängig nachfragen.


Wenn ein Geschäftspartner eine neue Bankverbindung meldet, bestätige sie über einen bereits bekannten Kontaktweg. Ruf beispielsweise die Nummer aus deinen vorhandenen Stammdaten an. Verwende nicht einfach die Telefonnummer aus der verdächtigen Nachricht.


Für deinen Betrieb kann eine klare Regel helfen: Neue Kontodaten und ungewöhnliche Zahlungen werden vor der Freigabe unabhängig bestätigt. So muss niemand unter Zeitdruck allein entscheiden.


Diese Aufforderungen verdienen einen zweiten Blick.


  • „Bitte heute noch zahlen“ – obwohl das sonst anders vereinbart ist.

  • „Melde dich hier an, um die Rechnung zu sehen“ – mit einem unerwarteten Link.

  • „Aktiviere die Inhalte“ – nachdem du einen Anhang geöffnet hast.

  • „Nicht anrufen, ich bin gerade in einer Besprechung“ – zusammen mit einer dringenden Zahlungsanweisung.


Ein einzelnes Merkmal beweist noch keinen Betrug. Mehrere Auffälligkeiten sind aber ein guter Grund, den Vorgang zu stoppen und nachzufragen. Öffne die bekannte Website lieber über deinen gespeicherten Zugang, statt dem Link zu folgen.


Schon geklickt? Sag rasch Bescheid.


Ein Klick bedeutet nicht automatisch, dass ein Schaden entstanden ist. Wichtig ist, genau zu sagen, was passiert ist: nur den Link geöffnet, eine Datei gestartet, ein Passwort eingegeben oder eine Zahlung freigegeben? Informiere deine IT-Betreuung und halte die Nachricht für die Prüfung bereit.


Hast du Zugangsdaten eingegeben, ändere sie über den bekannten offiziellen Zugang von einem vertrauenswürdigen Gerät aus. Lass auch aktive Anmeldungen prüfen. Bei einer verdächtigen Überweisung kontaktiere sofort deine Bank. Je früher der Vorgang bekannt ist, desto eher kann gezielt reagiert werden.



Das kannst du mitnehmen.


Bei Geld, neuen Kontodaten und unerwarteten Anmeldungen gilt: kurz stoppen und über einen bekannten Weg bestätigen.



Was heißt das für deinen Betrieb?


Wir besprechen mit dir, welche Schritte für deine IT sinnvoll sind.



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